Samstag, 19. April 2008

sprichwörtlich

ich weiß, dass ich, was die intervalle meiner blogs angeht, äußerst großzügig bin und natürlich ist mir auch bewusst, dass sie unheimlich gerne viel öfter von mir lesen möchten. größenwahn? nein, denn mein zweiter vorname lautet brain oder genius - suchen sie es sich aus.

heute ist mir nicht nach den üblichen zynischen, vor sarkasmus und selbstironie triefenden blogs, die ich sonst so von mir gebe. heute bin ich nachdenklich - ja, auch ich kann das.

es gibt viele dinge, die mich in diesen gemütszustand versetzen z.B. der echt mies schmeckende riesen-schoko-doughnut vom ströck - da war sicher nie eine menschliche hand dran...der nachgeschmack ähnelt katzenpisse, wenn ich je welche geschmeckt hätte. aber vergleichen wir katzenpisse mal mit einem warmen gläschen "null komma josef" - mhh, delikat!

während ich hier jetzt versuche, meine zunge abzuschälen, um das catpiss-aroma loszuwerden, denke ich weiter nach und zwar über das thema, das mich derzeit am meisten beschäftigt: kann man den kopf in den sand stecken, wenn man gar kein vogelstrauss ist sondern lediglich einen vogel hat? (sorry, isi :)

ich würde ja gerne im erdboden versinken, aber da scheint kein platz mehr zu sein...

warum nenne ich nani banani, wenn sie bananen so gar nicht leiden kann?

lustig-dämliches hat doch schon jeder zu hauf gehört, aber köstlich sind only-dämliche phrasen. hier eine phrase, die mir persönlich sehr gut gefällt: "geht's dir gut?", wenn das gegenüber eindeutig erkennt, dass dem nicht so ist. oft versucht, dinge wie "es ginge mir besser, stecke meine faust bis zum handgelenk in deiner fresse." über die lippen zu bringen, lautet die antwort höflicherweise dann doch: "danke, mir geht es gut" und das lächeln nicht vergessen.

und dann fallen mir plötzlich allerhand dämliche sprichwörter ein: "wer anderen eine grube gräbt, fällt selbst hinein." mhm :)

auch das sprichtwort: "besser einen spatz in der hand, als eine taube auf dem dach" verwirrt mich. in meiner hand ist mal ein kleiner spatz gestorben. ehrlich: da wär mir eine taube auf dem dach, die mir von oben auf den kopf gackt, lieber gewesen. das ist mir übrigens schon mal passiert...(not kidding). aber ob es eine taube war? "besser am hirn einen vogelpatz, als in der hand einen sterbenden spatz".

ich kann mir sprichwörter nicht erklären. im internet fand ich den hier: "wer lang hustet, wird alt". ich weiß nicht, ob man so alt werden kann, wenn man morgens so stark hustet, dass man seiner lunge "guten morgen" sagen könnte.

und dann folgte einer, der irgendwie sinn machte und den ich irgendwann in abgewandelter form schon von fr. mama gehört hatte: „Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie!“ meine mutter sagte zwar: "heirate nie, heirate nie, heirate nie!" (scheidungskinder nehmen's da nicht so genau ;)

prinzpiell sollte man aber "immer zuerst vor der eigenen haustüre" kehren und "das näschen nicht unerlaubt in anderer leute angelegenheiten stecken".

unter all den wirren, blöden, ordinären sprichwörtern gibt es jedoch auch wahres und nostalgisch schönes zu lesen. dass nämlich "alles kommt wie es kommen soll" und "wenn etwas noch nicht gut ist, so ist es noch nicht zu ende." (der lieblingsspruch von banani und mir).
mirno_more - 20. Apr, 09:29

I LOVE YOU!
Und ich liebe: Wenn etwas nocht nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.
LOVE LOVE LOVE LOVE YOU!

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