Dienstag, 22. April 2008

ich reiss' ab...

...und zwar endgültig. ich wollte immer ein leben führen, das aufregend und spannend ist. "aussteigen" - das wär' was für mich, dachte ich, aber wenn ich mir vorstelle, einen "roller-verleih" im einsamöden, maritimen nirgendwo wie franka potente in "the bourne identity" zu führen, frage ich mich: und wo gehen wir dann alle fort; was machen wir den ganzen lieben tag; wovon leben wir; wo schlafen wir; was essen wir; was trinken wir etc?

nach der pubertät beschloss ich, mein arsch könnte auch auf einem bürosessel in einem staatlichen office gemütlich breiter werden. ab und an ein cholerischer anruf, kurze heulkrämpfe, von gewissen kollegen angepisst, aber immer noch jedes quartal die 60 euro-essensgutscheine. das reichte mir auf dauer nicht, weil die neuen, größeren jeans sicher mehr als 60 euro im quartal ausgemacht hätten.

nach 6 jahren beruflicher tätigkeit entschloss ich mich, nochmals von neuem zu beginnen - meine jetzige ausbildung. mittlerweile fehlt mir mein job wieder...

seit kurzem habe ich einen neuen gedanken - abhauen! ich sehe mich in einem einsamen waldhüttchen, an meinem laptop tippend und mein manuskript verfassend, das dann mein manager abholt, um es nach einer gigantischen auflage jedem trottel anzudrehen. (vermutlich auch ihnen, lieber leser *hrhr*). draußen regnet es, die nacht brach längst herein und insgeheim gack' ich mir in mein höslein, weil ich ganz alleine bin und niemand meine schreie hören könnte, falls die inzest-familie mal vorbeischaut, um an meinen knochen zu drehen. mein pseudonym wird dann "ronny bachmann" oder "ronny queen" oder so ähnlich sein. es könnte aber auch sein, dass ich eine holzhütte an einem see besitze, alkoholabhängig und kettenrauchend bin und ständig nach dem "geheimen fenster" ausschau halte. diese vorstellungen gefallen mir irgendwie. vor allem, wenn ich mir ausmale, dass ich in der früh aufstehe, den morgenmantel anziehe, mich so an meinen tisch setze und abends mit den gleich zerrauften haaren wieder zu bett ziehe. einsam und alleine, abgeschnitten von der aussenwelt, ohne einen cent in der tasche und einer längst verflossenen liebe nachweinend. "ron hemingway", gefiele mir da ebenfalls ganz gut.

ich finde ja, ich hätte die besten voraussetzungen für einen abgedrehten autor - in aller hinsicht, nur vielleicht in einer nicht: der kreativität. das könnte sich aber schnell ändern, sollte ich wirklich in das grüne, imaginäre häuschen übersiedeln und dort den geräuschen lauschen, die die nacht so mit sich bringt.

weil ich aber in gewisser hinsicht nicht nur träumer sondern auch realist bin (und ich vereinige diese zwei personen wirklich in einem körper) weiß ich, dass ich nur "geistig aussteigen" kann und das mach' ich dann auch, so oft es möglich ist. das "narrenkastl", falls sie es nicht wussten, wurde ja extra meinetwegen erfunden, damit ich wo reinschauen kann, falls keine fernsehglotze in der nähe ist.

manche reden ja nur vom aussteigen, aber ich kann von mir behaupten, dass ich gaaanz oft gaaanz weit weg bin...

Gedanken...

...tauchen

Speise des Tages

das nächste mal, wenn du bei mir bist, gibt's -> krösti-knödel mit ei!

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